Logographemische Strategie
Bei der logographemischen Strategie werden Teile von Wörtern und ganze Wörter „bildhaft“ als visuelle Muster eingeprägt und können danach als Ganzes abgerufen werden. Zu den Wörtern und Wortstellen, die nach der logographemischen Strategie ausgewertet werden, gehören
- ähnliche Buchstaben (z. B. m und n, die optisch leicht verwechselt werden können,
- mehrgliedrige Grapheme (z. B. sch), die aus mehreren Buchstaben eine Einheit bilden,
- Buchstaben mit Oberzeichen (z. B. ä ö ü),
- sehr häufig vorkommende Wörter (sog. Merkwörter).
Die phonologischen (lautlichen) Informationen der Wörter bzw. Buchstaben spielen dabei keine Rolle.
Da im Einzelfall durch einen standardisierten Test nicht feststellbar ist, welche schriftsprachlichen Einheiten logographemisch gespeichert und verarbeitet werden, werden in schreib.on nur solche Merkmale überprüft, bei denen eine visuell bedingte Verwechslung mit ähnlichen grafischen Mustern häufiger vorkommt (z.B. ähnliche Buchstabenformen, mehrgliedrige Grapheme und Grapheme mit Oberzeichen) oder die aufgrund ihrer Häufigkeit von allen Lernenden immer wieder verwendet und daher vorwiegend visuell gespeichert und abgerufen werden können (am häufigsten vorkommende Wörter).
