Was soll ich mit dem Gutachten von schreib.on tun?
Warum ist eine Förderung notwendig?
Hat mein Kind eine Lese-/Rechtschreibschwäche oder Legasthenie?
Was ist eine pädagogische Therapie oder Förderung?
Worauf zielt eine solche pädagogische Förderung?
Was zeichnet einen guten Förderunterricht aus?
Wo kann ich mich kompetent beraten lassen?
Woran kann ich erkennen, ob ein Förderangebot für mein Kind geeignet ist und Erfolg verspricht?
Was zeichnet einen guten Förderunterricht aus?
Kinder mit Problemen beim Schriftspracherwerb benötigen eine kleinschrittigere, differenziertere Förderung ihrer Schriftsprachkompetenz als sie im Regelunterricht üblicherweise durchgeführt werden kann. Diese Kinder benötigen mehr Zeit. Der Unterricht muss intensiv sein und mindestens zweimal in der Woche stattfinden.
Eine solche Förderung ist ein systematisches Training, das sich an den zwingend notwendigen Lernschritten zum Erwerb der Schriftsprache (Schriftsprachmodell) orientiert. Sie übt zielstrebig die alphabetische, orthographische, morphematische und wortübergreifende Rechtschreibstrategie.
Ein solcher Förderunterricht wird nahe an der Schriftsprache geführt und fördert Prozesse des Lesens und Rechtschreibens.
Ein erfolgreicher Förderunterricht setzt auf eine hohe Motivation der beteiligten Kinder, fördert und pflegt diese und will viel eigene Aktivität der Kinder erreichen. Lob und Anerkennung für das bereits Geleistete sind wichtiger Bestandteil der Förderung. Es hat sich erwiesen, dass ein Unterricht in kleinen leistungshomogenen Gruppen erfolgreicher ist als eine Einzeltherapie. Die soziale Umgebung ist außerordentlich förderlich für den Lernerfolg.
Ein erfolgreicher Förderunterricht bezieht die Eltern aktiv in den Förderprozess ein. Eltern sollten nicht den Förderunterricht selbst übernehmen, da sie nicht über die pädagogisch notwendige Qualifikation verfügen und das Fördermaterial (auch frei käuflich erwerbbares) kaum zielstrebig genug einsetzen können. Auch sind die emotionalen Belastungen für Eltern, die sich aus der Konfliktsituation ihrer Kinder mit dem Lerngegenstand und dem mangelnden Schulerfolg ergeben, zu groß und für eine erfolgreiche Förderung zu Hause belastend.
Nachgewiesenermaßen führen Ergotherapie, Edu-Kinestetik, Training von Blicksprüngen und andere nicht auf schriftsprachliche Übungen orientierte Verfahren zu keiner Verbesserung der Lese- und Schreibleistungen. Sie sind für die betroffenen Kinder vergeudete Zeit. Auch Nachhilfe ist in diesem Zusammenhang keine echte Hilfe, weil sie nur den Schulstoff nacharbeitet.
