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Wer hat den Test entwickelt?

Von welchem Konzept geht schreib.on aus?

Welche Rechtschreibstrategien gibt es?

Wie ermittelt schreib.on den Stand der Beherrschung der Rechtschreibstrategien?

Ist der Test standardisiert?

Können die 16 000 bisher analysierten Tests auch den neuen Normen angepasst werden?

Welche Rechtschreibstrategien gibt es?


Die alphabetische Strategie:

Die Schreiber sind fähig, den gehörten Lauten Buchstaben oder Buchstabenverbindungen zuzuordnen und Wörter entsprechend der eigenen Aussprache zu schreiben (z.B. *mota für "Mutter" oder *farat für "Fahrrad"). Die auf diese Weise geschriebenen Wörter mögen zwar nicht immer orthographisch richtig sein, doch kann ihre Bedeutung meistens durch lautes Vorlesen erkannt werden.

Die orthographische Strategie:

Die Schreiber haben gelernt, dass allein die Schreibung nach der Aussprache nicht ausreicht, sondern dass viele Schreibungen zusätzlichen Regeln folgen, die auch auf andere Fälle angewandt werden können. Dazu gehören vor allem Längezeichen (z.B. Ziege, Bahn) und Kürzezeichen (z.B. Koffer, rennen) sowie die Schreibung von "st" und "sp" am Wortanfang (z.B. Spinne, stolpern).

Die morphematische Strategie:

Die Schreiber erkennen, dass viele Wörter miteinander verwandt sind, weil sie einen gemeinsamen Wortstamm haben (z.B. kaufen, Käufer), und dass Wörter aus Bausteinen (Morphemen) zusammengesetzt sind (z.B. setz-en, ver-setz-en). Wer diese Strategie beherrscht, leitet die Schreibung aus der Kenntnis der Verwandtschaft der Wörter ab (z.B. waschen -> Wäsche) und kann Wörter nach dem Baukastenprinzip zusammensetzen (z.B. Hand, Handel, Verhandlung).

Die wortübergreifende Strategie:

Viele Schreibungen hängen von der Stellung des Worts im Satz ab. Sehr oft ist zum Beispiel die Groß- oder Kleinschreibung davon abhängig. Hierzu gehört auch die Setzung der Satzzeichen.

schreib.on liegt dieses Schriftspracherwerbsmodell zugrunde. schreib.on ermittelt, auf welchem Niveau die Lernenden diese Zugriffsweisen (Rechtschreibstrategien) bereits beherrschen, und gibt so konkrete Hinweise, wo bei einer Förderung angesetzt werden muss, um weitere Lernschritte erfolgreich zu vollziehen.

schreib.on ermittelt, was die Lernenden schon richtig schreiben können, analysiert die Qualität der noch vorhandenen Fehler nach der daraus ersichtlichen Zugriffsweise der Kinder.


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